BeziehungsWAISE - Coronakrise: Kitas geschlossen

Gastbeitrag Sonja Billmann

Beziehung ist wichtig, so lautet das Credo in der Kitaarbeit seit Jahren. Die Beziehung zu den Erzieherinnen bietet für Kinder eine stabile Säule. Kitateams stellen und organisieren einen pädagogischen und strukturellen Rahmen, der den Jüngsten Sicherheit und Orientierung bietet. Das ist die Grundlage für die unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Kitaalltags. Neugierig experimentieren, forschen, entdecken 2-5 jährige die Kitawelt, finden gute Freunde und viele Anregungen.

Das Coronavirus  hat den strukturellen  Rahmen im Kinderalltag mit einem Schlag verändert. Die  Kita bleibt  geschlossen. Die Betreuung leisten Mütter und Väter, die parallel dazu ihre eigene Arbeitswelt nach Hause verlegen (mussten). Entlastende Unterstützungssysteme durch Großeltern oder Nachbarn sind aus Sicherheitsgründen derzeit weniger bis gar nicht anfragbar. Zuhause hat nun durchgehende Öffnungszeiten, ist nun gleichzeitig Arbeitsplatz, Betreuungsplatz und natürlich weiterhin Zuhause. Engegefühl und Lagerkoller programmiert. Daneben das Gefühl endlich mal richtig Zeit zusammen zu haben. Beziehungszeit.

Was bedeutet dies für die Zusammenarbeit zwischen Kita und Eltern?

Normalerweise wird Erziehungspartnerschaft innerhalb des geregelten Rahmens von Öffnungszeiten im Dialog  miteinander geregelt. Nun bleiben sie aus - die Tür und Angelgespräche, der nette herzliche Kontakt im Türrahmen, der gegenseitige Bericht über die Themen des Kindes in der Kita und zuhause. Die BeziehungsWEISE , die soziale Kontaktstruktur verändert sich ohne Vorbereitung mit einem Mal schlagartig . Nun sind es die Kitaerzieherinnen, die Briefe an die Kinder zuhause schreiben, moderne Medien nutzen, um durch das tägliche Begrüßungsritual mit den Kindern in Beziehung zu bleiben.  Abwechslung und Beziehungspflege ist willkommen in einer Zeit, in der so viele Pläne auf Eis gelegt sind, so vieles in der Schwebe bleibt und der Alltag seine Normalität verloren hat. Das kann und wird gelingen, wenn alle ihre Potentiale und Kreativität ausnutzen. Kinder und Eltern freuen sich, wenn Kitateams auch in dieser Zeit entlasten - dadurch, dass sie die Beziehung pflegen. Mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Sei es der Kreativtonie, der durchs Team selbst besprochen wurde, das Kressetütchen, das parallel ausgesät wird oder einfach durch einen kurzen Anruf oder eine digitale Kontaktaufnahme der Lieblingserzieherin, die nur mal hören möchte, was es für neue Entdeckungen im Kinderleben gibt.

Kontakt Sonja Billmann


Themen: Pädagogische Themen, Neues aus der Kita-Szene

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Michael Schrader

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