Teamarbeit in KiTas: Zentral für Schutz und Wohlbefinden von Kindern

Ende des Jahres 2025 veröffentlichte die BertelsmannStiftung eine Studie zum Zusammenhang pädagogischen Fehlverhalten und der Qualität der Zusammenarbeit im Team. Es wurden über 20 tausend Fachkräfte online befragt zum Thema „Psychosoziale Belastung und Kinderschutz in der Kita“. Die Auswertung ergibt einen „dringenden Handlungsbedarf“. – „Nur weniger als die Hälfte der Befragten (40,2%) gibt an, in der eigenen Einrichtung nie oder fast nie Interaktionen mitzuerleben, in denen Kinder in ihren Augen geschützt werden müss(t)en.“ (Abb. 1, Seite 12)

Qualitätsmanagement – nicht nur Theorie

Seit 2008 arbeitet die pragma gmbh mit den 12 Kindertagesstätten der Stadt Willich zusammen. 2009 wurde das QM-Handbuch fertiggestellt und im Frühjahr 2010 die 1. Bewertung der städtischen Einrichtungen durchgeführt – erstmalig mit Hilfe der webbasierten Datenbank. Der damalige Leiter des „Betriebs für Kindertagesbetreuung“ Michael Süßbeck hatte die Möglichkeit der Online-Bewertung angeregt.

BASISQUALITÄT und KRISENSZENARIEN: Das Beste aus einer schlechten Situation machen!?!

Beitrag Michael Schrader
Unter schlechten Rahmenbedingungen (unzureichende Personalschlüssel, viele Familien mit Unterstützungsbedarf, viele Migrationskinder etc.) und in Notsituationen (Personalausfälle durch Krankheit, unbesetzte Stellen, Notbetreuung etc.) besteht immer das Risiko, dass die Stimmung bei einzelnen Mitarbeiter*innen und im gesamten Team „in den Keller geht“. Offensichtlich ist dann wenig mehr als die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht möglich und es gerät aus dem Blick, was vorbeugend bzw. vorbereitend hätte getan werden können und was kompetente und engagierte Fachkräfte und Leitung, gut aufgestellte und vom Träger unterstütze und begleitete Teams auch in angespannten, schwierigen und überfordernden Situationen an Basisqualität absichern und welche Krisenszenarien sie umsetzen können.

Es hätte (noch) schlimmer kommen können…

Beitrag Michael Schrader
NRW gibt 2024 mehr als 5 Milliarden aus für die frühkindliche Bildung. Das Sprach-Kita-Programm (38 Mio. € pro Jahr) wird verstetigt bis zum Ende der Legislaturperiode (2027); ebenso das Kita-Helfer*innen-Programm (140 Mio. € pro Jahr). Und: Kurzfristig und einmalig wird eine Überbrückungshilfe – mit Blick auf die Tarifsteigerungen und die Energiepreise – von 100 Mio. € bereitgestellt.

Was ist Politik? Gestaltung der Zukunft oder Mängelverwaltung

Beitrag Michael Schrader
Die schwarz-grüne Landesregierung ist jetzt seit einem Jahr im Amt. CDU und Grüne versprachen eine Zukunftsoffensive für NRW. Schauen wir uns das nach einem Jahr anhand des Themas Bildung genauer an: „Bildung in Kindertagesstätten und Schulen sind ein großer Schwerpunkt der Landesregierung. Nur dieses Ressort müsse sich an den allgemein notwendigen Einsparungen nicht beteiligen, hob Wüst (CDU, Ministerpräsident) hervor. Es sei völlig unstreitig in der Koalition, ´dass die Kleinsten die größte Rolle spielen´, betonte Neubaur (Grüne, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie).“ (Westdeutsche Allgemeine (WAZ) Zeitung 25.6.2023)

Programme, Marathon und Maßnahmen, Doppelwumms

Beitrag Michael Schrader
Das Thema Bildung(skatastrophe) ist aufgelegt – sowohl für Kitas (= Elementarbildung) und die Schulen. Das erkennt man unter anderem daran, dass die Medien dem immer mehr Raum geben. So wurden beispielweise in der Zeit vom 5. Januar bis zum 9. Februar 2023 in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) insgesamt (inklusive Lokaltteil Bochum) 24 Artikel/Berichte/Kommentare hierzu publiziert – mit unterschiedlichen Zugängen, einem breiten Themenspektrum und einer Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen. Eine Übersicht über diese Veröffentlichungen finden Sie am Ende dieses Blogs. Im Folgenden der Versuch, etwas Ordnung und Systematik in dieses für die Zukunft der heranwachsenden Generation und auch für die unserer Gesellschaft zentralen Handlungsfeld zu bringen.

In zwei Wochen müssen wir wieder arbeiten, bis dahin muss unser Kind eingewöhnt sein. Eingewöhnung: Einflussfaktoren und qualitative Ziele und Bewertbarkeit

Gastbeitrag Michael Melis
Jährlich im August werden neue Kinder in Kindertagesstätten aufgenommen. Jedes Kind hat, bevor es in die Kindertagesstätte aufgenommen wird, bereits eine eigene Individualität und Biografie. Jedes Kind hat bereits eigene Charakterzüge, Stärken und Schwächen, Erlebnisse gesammelt, Interessen, Vorlieben und Abneigungen. Die Kinder unterscheiden sich ebenso wie der familiäre Hintergrund und die Gegebenheiten vor Ort in der Kindertagesstätte. Kinder, Eltern und Erzieher/Erzieherinnen blicken auf die Eingewöhnung. Wie wird unser Kind aufgenommen? Wird es sich wohl fühlen? Vor allem Eltern, die bislang noch keine Kinder in Kindertagesstätten hatten, schauen auf die kommende Zeit. Daraus ergebend verknüpfen Eltern und auch Erzieher/Erzieherinnen immer eine bestimmte Erwartungshaltung an die Eingewöhnung von Kindern in Kindertageseinrichtungen.

Digitalität in Kitas, Nutzung digitaler Medien in der Kita

Die Corona-Krise hat (auch) das Thema Digitalität bzw. die Nutzung digitaler Medien in der Kita neu bzw. dringlicher aufgelegt. Aufgrund der Einschränkungen (Kita-Schließungen, Notbetreuung, Kontaktverbote zu Eltern, der Teammitglieder gruppenübergreifend etc.) ergaben sich (zumindest) diese drei Handlungsbereiche:

Kita-Qualität: machbar und lebendig – Worksop mit Michael Schrader

Deutscher Kita Leitungskongress (DKLK) 2020
Nach dem Start am 4. und 5. März in Düsseldorf wurden alle weiteren Termine coronabedingt ausgesetzt.Inder letzen Woche ging es sann in Hamburg wieder los. Heute und morgen (15. und 16.9.) findet der Kongress in der Bundeshauptstadt Berlin statt. Knapp 600 Teilnehmer*innen haben sich angemeldet. Es folgen noch Termine in Stuttgart (22./23.9.), Augsburg (5./6.10.) und Leipzig (12./13.10.). Dabei ist Michael Schrader mit einem Workshop zum Qualitätsmanagement in Tageseinrichtungen für Kinder dabei.

Qualitätsentwicklung in der Kita – Einblicke in die Praxis

Für die Zeitschrift KiTa aktuell hat Michael Schrader (pragma gmbh) ein Interview mit Karin Hesse geführt, die die sechsgruppige Kita Löwenzahn leitet und gleichzeitig auch die Qualitätsbeauftragte der TKL Tageseinrichtung und Frühförderung für Kinder der Lebenshilfe Wanne-Eickel GmbH ist. Das Interview gibt Einblick, wie die fünf großen Kitas des Trägers ihr Qualitätsmanagement umsetzen. Entscheidend sind dabei die Anschlussfähigkeit an das tägliche pädagogische Handeln, die Motivation der Fachkräfte und deren Identifikation mit dem QM. „Qualität muss von innen kommen. Man kann sie nicht von außen in Einrichtungen hereinprüfen. Deswegen planen wir aktuell keine externen Überprüfungen. Wenn der Gesetzgeber das aber irgendwie vorsieht, wären wir darauf mit unserem QM gut vorbereitet.“ (Karin Hesse)