Qualität in Kitas (3.) – Wie kommt die Qualität sozialer Dienstleistungen zustande?

In der letzten Woche haben wir das große Feld der Dienstleistungen differenziert und uns die personenbezogenen Dienstleistungen genauer angeschaut. Einen großen Teil der personenbezogenen Dienstleistungen machen die sozialen Dienstleistungen aus. Deren Zustandekommen und auch deren Qualität hängen ganz wesentlich davon ab, ob eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Erbringer und dem Nutzer der Leistung zustande kommt. Diesen Zusammenhang nennt man in der Fachliteratur Co-Produktion.

Qualität in Kitas (2.) – Soziale Dienstleistungen

In der letzten Woche haben wir den Unterschied zwischen Produkten und Dienstleistungen erläutert. Seit den 70er Jahren sind mehr Menschen im Bereich der Dienstleistungen (tertiärer Sektor) beschäftigt als in der Landwirtschaft (primärer Sektor) und der industriellen Produktion (sekundärer Sektor) zusammen. Das heißt: Wir leben in einer Dienstleistungsgesellschaft. Der tertiäre Sektor selber ist allerdings recht heterogen und lässt sich in 4 Bereiche (Funktionscluster nach Baethge: Die Arbeit in der Dienstleistungsgesellschaft, 2011) unterteilen:

Qualität in Kitas (1.) – Produkte und Dienstleistungen?

Dienstleistungen unterschieden sich von Produkten durch das sogenannte uno-actu-Prinzip. Das bedeutet, dass die Produktion (Leistungserbringung) und die Konsumtion (Inanspruchnahme) einer Dienstleistung zeitlich zusammenfallen. Was heißt das konkret? Sie gehen zum Friseur, um sich die die Harre schneiden zu lassen, zum Physiotherapeuten, um sich behandeln zu lassen oder

Qualität in Kitas (0.) – Auftakt

Ein Qualitätsmanagementsystem muss zum jeweiligen Arbeitsfeld passen. Darüber haben wir mit Blick auf soziale Dienstleistungen bisher zu wenig nachgedacht und vorschnell Anleihen im Profit-Bereich gemacht. Deswegen wollen wir in den nächsten Wochen hier etwas genauer

Familienzentrum in NRW und pim®

Viele der Tageseinrichtungen für Kinder in NRW haben sich in den letzten Jahren zum Familienzentrum weiterentwickelt. Bei der Zertifizierung durch PädQUIS (Berlin) wird bei den Aufbaustrukturen (Punkt 8.5) nach einem „System für … Qualitätsentwicklung, das Aufgabenfelder des Familienzentrums einschließt“, gefragt. Das pragma-indikatoren-modell® (pim)

Partizipation von Kindern (2.)

„Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentliche Jugendhilfe zu beteiligen.“ So steht es im §8 Abs. 1 des SGB (Sozialgesetzbuch) VIII (Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz). Diese gesetzliche Norm gilt auch für Tageseinrichtungen für Kinder.

Qualitätsentwicklung ist immer auch Teamentwicklung! (Qualität V.)

So beschreibt eine Leiterin die Einführung eines Qualitätsmanagements, das alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig ( =1 mal im Jahr) in die Bewertung der eigenen Arbeit mit einbezieht:

Wodurch entsteht eigentlich Qualiät? (Qualität IV.)

Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern ist eine soziale Dienstleistung. Dass diese gut gelingt, hängt entscheidend von der Kompetenz, der Erfahrung und der Motivation der einzelnen Mitarbeiterin bzw. des einzelnen Mitarbeiters ab. Das ist ein zentraler Unterschied zur industriellen Produktion.

Markt und Qualität: Gewerbliche Anbieter

In der öffentlichen Anhörung zum Kinderförderungsgesetz (KiFöG) weist die Bertelsmann Stiftung in ihrer Stellungnahme unter anderem daraufhin, dass empirische Untersuchungen in den USA, Kanada und Australien nachweisen, dass als gemeinnützig anerkannte (nicht gewinnorientierte) Tageseinrichtungen für Kinder qualitativ besser Arbeiten als privat-gewerbliche Anbieter.

Um was geht es eigentlich beim Qualitätsmanagement? (Qualität III.)

Wenn wir uns mit Qualitätsmanagement in Tageseinrichtungen für Kinder beschäftigen, reden wir über pädagogische Arbeit. Ein Qualitätsmanagement muss die Fachlichkeit dieser pädagogischen Arbeit sichern und weiterentwickeln helfen.